Historische Erlebniswelt

1879–1955 · Ulm · Bern · Berlin · Princeton

Albert Einstein.

Der Mensch, der unser Verständnis von Raum, Zeit und Licht veränderte. Eine Begegnung mit seinen Ideen, seiner Epoche und den Fragen, die bleiben.

Ein anderer Blick auf die Welt

Manchmal verändert eine Frage unser Bild der Wirklichkeit.

Albert Einstein (1879–1955) veränderte die Physik tiefgreifend. Er zeigte, dass Raum und Zeit nicht unabhängig voneinander sind, und half zu erklären, wie Licht und Materie sich verhalten. Was zunächst abstrakt klingt, wurde zu einer Grundlage unseres heutigen Verständnisses der Natur. Doch seine Geschichte handelt ebenso von Unsicherheit, Familie, Freundschaften, Verfolgung und der Verantwortung des Wissens. Diese Erlebniswelt nähert sich dem Menschen und seiner Zeit in filmischen Rekonstruktionen – nicht in historischen Originalaufnahmen.

01 / Filmische Lebenswelten

Ein Jahrhundert. Ein Leben. Neue Fragen.

Von der Schule über das Berner Patentamt bis zum Exil und den letzten Jahren in Princeton: sieben kurze filmische Annäherungen an Einsteins Leben und die Welt, in der seine Ideen entstanden.

Wissenschaft verändert die Welt

Erkenntnis schafft Möglichkeiten. Und Verantwortung.

Einstein erlebte zwei Weltkriege, die Verfolgung durch die Nationalsozialisten und den Beginn des Atomzeitalters. Sein Leben zeigt, dass wissenschaftliche Einsicht und menschliche Entscheidungen nicht voneinander zu trennen sind.

02 / Mensch & Erkenntnis

Warum Einstein unsere Welt veränderte.

Vier Zugänge zu seinen Entdeckungen und seiner Geschichte. Verständlich erklärt, ohne die wissenschaftliche Tiefe oder die menschlichen Widersprüche zu verlieren.

PERSPEKTIVE 01

Raum und Zeit neu denken

Einsteins Relativitätstheorien zeigten, dass Zeit, Raum, Bewegung und Schwerkraft enger zusammenhängen, als man zuvor dachte.

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1905 formulierte Einstein die spezielle Relativitätstheorie: Die Lichtgeschwindigkeit ist im Vakuum für alle gleichförmig bewegten Beobachter gleich, während Zeit- und Längenmessungen vom Bewegungszustand abhängen. 1915 vollendete er die allgemeine Relativitätstheorie, in der Schwerkraft nicht mehr nur als Kraft zwischen Massen beschrieben wird, sondern als Ausdruck gekrümmter Raumzeit. Die 1919 bekannt gewordenen Sonnenfinsternisbeobachtungen unterstützten die Vorhersage der Lichtablenkung. Mit diesen Ideen veränderte sich unser Verständnis von Sternen, Planeten und dem Universum.

PERSPEKTIVE 02

Licht, Atome und das Jahr 1905

In wenigen Monaten lieferte der junge Physiker wichtige Beiträge zu mehreren grundlegenden Fragen der Naturwissenschaft.

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Einstein erklärte 1905 die Brownsche Bewegung und stärkte damit die Vorstellung, dass Materie aus Atomen und Molekülen besteht. In seiner Arbeit zum photoelektrischen Effekt deutete er die Energieübertragung von Licht in einzelnen Portionen – ein bedeutender Schritt zur Quantenphysik. Im selben Jahr erschienen seine spezielle Relativitätstheorie und die Erkenntnis, dass Masse und Energie miteinander verknüpft sind. Den Nobelpreis für Physik des Jahres 1921 erhielt er, bekannt gegeben 1922, ausdrücklich für den photoelektrischen Effekt. Bei der Stockholmer Verleihung war er nicht persönlich anwesend.

PERSPEKTIVE 03

Genie – und ein Mensch seiner Zeit

Hinter dem weltbekannten Namen stehen Beziehungen, Familienkonflikte, harte Arbeit und lebendige wissenschaftliche Auseinandersetzungen.

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Einstein wuchs in Ulm und München auf, studierte in Zürich und arbeitete ab 1902 im Schweizer Patentamt in Bern. Seine erste Ehe mit der Physikerin Mileva Marić und das Familienleben mit ihren Kindern waren von Nähe, Belastungen und späterer Trennung geprägt. 1919 heiratete er Elsa Einstein. Sein wissenschaftliches Denken entstand nicht isoliert: Freunde, Kollegen, Mathematikerinnen und Mathematiker sowie intensive Debatten – etwa mit Niels Bohr über die Quantenphysik – gehörten zu seinem Leben. Berühmt zu sein machte die privaten Widersprüche nicht einfacher.

PERSPEKTIVE 04

Exil, Gewissen und Verantwortung

Der Nationalsozialismus zwang Einstein, Deutschland hinter sich zu lassen. Im amerikanischen Exil musste er sich schwierigen politischen Fragen stellen.

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1933 kehrte Einstein nicht mehr nach Deutschland zurück und lebte fortan überwiegend in Princeton am Institute for Advanced Study. 1939 unterzeichnete er auf Anregung von Leo Szilard einen Brief an Präsident Franklin D. Roosevelt, der vor einer möglichen deutschen Entwicklung von Atomwaffen warnte. Einstein war jedoch kein Mitarbeiter des Manhattan-Projekts und baute keine Atombombe. Nach 1945 setzte er sich öffentlich für atomare Abrüstung, internationale Zusammenarbeit und Bürgerrechte ein. Wissenschaftlich verfolgte er bis zuletzt seine Suche nach einer einheitlichen Feldtheorie – ohne sie vollenden zu können.

03 / Lebensstationen

Fünf Wendepunkte.

Von den ersten Fragen in der Kindheit bis zu seinem Engagement gegen Atomwaffen.

Fragen, die bleiben

Die Welt verstehen heißt, weiterzufragen.

Einstein hat nicht auf alles eine Antwort gefunden. Aber er hat gezeigt, wie sehr eine neue Frage verändern kann, was wir für selbstverständlich halten. Entdecken Sie die Stationen seines Lebens – und begegnen Sie seinen Gedanken im Live-Dialog.

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