Historischer Erlebnisraum

1098–1179 · Rhein, Disibodenberg und Rupertsberg

Hildegard von Bingen.

Eine außergewöhnliche Frau des Mittelalters. Entdecken Sie die Welt einer Äbtissin, Komponistin, Visionärin und Naturkundigen – in lebendigen historischen Bildern.

Die Welt des 12. Jahrhunderts

Eine Stimme, die weit über die Klostermauern hinausreichte.

Hildegard von Bingen lebte in einer Zeit, in der Klöster Orte des Glaubens, der Bildung und der Wissensbewahrung waren. Als Leiterin zweier Frauenklöster, Verfasserin visionärer Werke und Komponistin gewann sie eine für ihre Zeit ungewöhnliche öffentliche Wirksamkeit. Ihre Geschichte erzählt von Spiritualität und eigenständigem Denken, aber auch von körperlicher Arbeit, Krankheit, Verantwortung und Konflikten.

01 / Filmische Rekonstruktionen

Ein Leben zwischen Erde und Himmel.

Neun filmische Einblicke in Hildegards Welt: Kindheit und klösterliches Lernen, Visionen und Musik, Naturkunde und Fürsorge sowie Rheinreisen, Klosterbau und Predigten. Künstlerische Rekonstruktionen – keine historischen Filmaufnahmen.

Natur, Glaube und Erkenntnis

Die lebendige Welt der Hildegard.

Zwischen Klostergarten und Schreibstube, zwischen Musik und Vision suchte Hildegard nach dem Zusammenhang von Mensch, Schöpfung und göttlicher Ordnung.

02 / Geschichte & Hintergründe

Die Frau hinter den Visionen.

Vier Kapitel führen in Hildegards geistige Welt und ihren historischen Alltag ein.

KAPITEL 01

Kindheit und Klosterleben

1098 geboren, kam Hildegard als Kind in die Obhut Juttas von Sponheim. Auf dem Disibodenberg lernte sie die Welt der benediktinischen Gemeinschaft kennen.

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Um 1112 bezogen Jutta und Hildegard eine Klause am Benediktinerkloster Disibodenberg. Gebet, gemeinsame Ordnung und praktische Arbeit prägten den Alltag. Nach Juttas Tod wurde Hildegard 1136 zur Leiterin des Frauenkonvents gewählt. Ihr Geburtsort ist in der Forschung nicht völlig unumstritten.

KAPITEL 02

Visionen und die Schrift Scivias

Hildegard beschrieb eindringliche geistige Schau-Erfahrungen. Ab 1141 ließ sie ihr großes Visionswerk Scivias niederschreiben.

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Scivias – „Wisse die Wege“ – verbindet religiöse Bilder mit theologischen Deutungen. Der Mönch Volmar unterstützte ihre schriftstellerische Arbeit. Auf der Synode von Trier 1147/48 erfuhr ihr Werk päpstliche Anerkennung. Die Visionen sind durch Hildegards eigene Texte überliefert; ihre innere Erfahrung bleibt historisch nicht unmittelbar überprüfbar.

KAPITEL 03

Musik, Natur und Heilkunst

Ihre Gesänge gehören zum besonderen musikalischen Erbe des Mittelalters. Auch Pflanzen, Gesundheit und der menschliche Körper beschäftigten Hildegard.

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Zu ihren Werken zählen geistliche Gesänge und das musikalische Spiel Ordo Virtutum. Die natur- und heilkundlichen Schriften Physica und Causae et curae sind wichtige Zeugnisse mittelalterlicher Vorstellungen vom Menschen und seiner Umwelt. Ihre medizinischen Aussagen sind historisches Wissen ihrer Zeit, keine durchweg wissenschaftlich bestätigten Behandlungsempfehlungen.

KAPITEL 04

Eine Äbtissin mit eigener Stimme

Hildegard gründete den Rupertsberg und später ein zweites Kloster in Eibingen. Sie korrespondierte mit geistlichen und weltlichen Machthabern.

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Um 1150 zog Hildegard mit ihrer Gemeinschaft auf den Rupertsberg bei Bingen. 1165 folgte die Gründung in Eibingen. Auf Predigtreisen trat sie öffentlich auf und mahnte kirchliche Verantwortungsträger. Ein Streit um eine Bestattung führte 1178 zu einem Interdikt gegen ihr Kloster. Hildegard starb am 17. September 1179.

03 / Orientierung

Ein Leben in fünf Stationen.

Von der Kindheit am Rhein zur weit über ihre Region hinaus bekannten Äbtissin.

Die Entdeckungsreise geht weiter

Wie sah Hildegard die Welt?

Eine Frau, die Glauben, Musik, Naturbeobachtung und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verband. Entdecken Sie ihre Zeit in bewegten Bildern.

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