1879–1940 · Bern · München · Bauhaus
Paul Klee.
Das Unsichtbare sichtbar machen. Erleben Sie eine Welt aus Klang, Farbe und Fantasie – in der das Aquarell lebendig wird und die Wirklichkeit zur Malerei.
Wenn Bilder lebendig werden
Die Welt ist nicht nur das, was wir sehen.
Paul Klee (1879–1940) suchte hinter den Dingen nach Bewegung, Rhythmus und einer eigenen Ordnung der Farben. Musik, Natur und menschliche Fantasie wurden zu Quellen einer außergewöhnlichen Bildsprache. Diese Erlebniswelt übersetzt seine künstlerischen Ideen in bewegte Szenen: ein Fluss, eine Stadt, ein Café, ein Arbeitsraum. Die Filme sind zeitgenössische, von Klee inspirierte Interpretationen – keine historischen Aufnahmen oder Originalwerke des Künstlers.
01 / Lebendige Bildwelten
Wenn Aquarelle zu atmen beginnen.
Transparente Farbschichten, fließende Übergänge und leise Bewegungen. Sieben filmische Miniaturen zwischen Leben und Malerei – inspiriert von Paul Klees Umgang mit Form, Farbe und Rhythmus.
Die Kunst wird zum Raum
Nicht nur ein Bild betrachten. In ihm leben.
Farbe wird zu Wasser, Formen werden zu Häusern, Licht wird zum Rhythmus. Ein poetisches Experiment zwischen Kunst und Wirklichkeit.
02 / Künstler & Lebenswelt
Der Mensch hinter den Farben.
Paul Klee war Geiger, Zeichner, Ehemann, Vater, Lehrer und ein Suchender. Vier Perspektiven auf das Leben und Werk eines außergewöhnlichen Künstlers.
Musik als zweite Sprache
Bevor er Maler wurde, war Klee ein leidenschaftlicher Geiger. Musik blieb seinem Denken und seinem Alltag verbunden.
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Paul Klee wurde 1879 in Münchenbuchsee bei Bern geboren. Sein Vater unterrichtete Musik, seine Mutter war Sängerin. Auch als er sich 1898 für ein Kunststudium in München entschied, blieb er ein ernsthafter Musiker. 1906 heiratete er die Pianistin Lily Stumpf; 1907 kam Sohn Felix zur Welt. Lily gab Klavierunterricht und trug wesentlich zum Einkommen bei, während Paul sich zeitweise um Kind und Haushalt kümmerte und zugleich arbeitete. Musik war mehr als ein Motiv: Fragen von Rhythmus, Wiederholung und Bewegung begleiteten seine Kunst.
Eine Welt aus Linie und Farbe
Aus Zeichnungen, Aquarellen, transparenten Farbfeldern und spielerischen Zeichen entwickelte Klee seine unverwechselbare Bildsprache.
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Klees künstlerischer Weg begann mit intensiver zeichnerischer und druckgrafischer Arbeit. Im Kreis des Blauen Reiter begegnete er ab 1911 neuen Vorstellungen von Malerei. Die Tunesienreise mit August Macke und Louis Moilliet im April 1914 eröffnete ihm wichtige Erfahrungen mit Licht, Architektur und Farbe. Sein Werk bewegt sich zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion, humorvollen Wesen, poetischen Landschaften und komplexen Farbstrukturen. Dabei experimentierte er auch mit ungewöhnlichen Materialien und Verfahren. Die Idee eines einzigen plötzlichen Durchbruchs wird seiner längeren Entwicklung nicht gerecht.
Das Bauhaus als Labor
In Weimar und Dessau untersuchte Klee, wie aus Punkten, Linien und Flächen Bewegung, Wachstum und Bildrhythmus entstehen.
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Walter Gropius berief Klee 1920 an das Bauhaus; 1921 nahm er in Weimar seine Lehrtätigkeit auf. Mit dem Umzug nach Dessau 1925 wurde das Umfeld von Architektur, Textilwerkstatt, Experiment und Unterricht noch enger. Klee entwarf keine starren Rezepte für Kunst. Er erklärte Gestaltungsprozesse und untersuchte, wie natürliche Bewegungen, Strukturen und Farbverhältnisse sichtbar werden können. Zeitweise wohnte er mit seiner Familie in einem der Meisterhäuser, in dessen anderer Hälfte Wassily Kandinsky lebte. 1931 wechselte Klee an die Kunstakademie Düsseldorf.
Verlust, Rückkehr und Spätwerk
Die nationalsozialistische Verfolgung und eine schwere Erkrankung prägten Klees letzte Jahre – ohne seinen Erfindungsgeist zum Verstummen zu bringen.
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1933 wurde Klee unter der nationalsozialistischen Herrschaft aus seinem Lehramt in Düsseldorf verdrängt. Ende des Jahres kehrte er mit Lily nach Bern zurück. Seine Kunst wurde später als „entartet“ diffamiert; 1937 wurden zahlreiche Werke aus deutschen Museen beschlagnahmt. Ab 1935 beeinträchtigte ihn eine schwere Erkrankung, die erst nach seinem Tod rückblickend als Sklerodermie eingeordnet wurde. Trotz großer Einschränkungen entstanden gerade 1939 sehr viele neue Arbeiten, häufig mit kräftigen Zeichen und einer anderen formalen Dringlichkeit. Klee starb am 29. Juni 1940 in Muralto bei Locarno.
03 / Lebensstationen
Fünf Wendepunkte.
Von der musikalisch geprägten Kindheit bis zu den letzten Jahren in Bern.
Eine Welt, die weiterklingt
Das Sichtbare ist nur der Anfang.
Begegnen Sie Paul Klees Denken, seiner Zeit und einer Kunst, in der das Alltägliche zum Wunder werden kann.
Bildwelten erneut entdecken