Ulm und München · 1921–1943
Sophie Scholl.
Jugend in Ulm, Studium in München. Flugblätter gegen die NS-Diktatur, gemeinsamer Widerstand und Verfolgung. Erkunden Sie die Welt der Weißen Rose jenseits einer einzigen Lebensgeschichte.
Eine Epoche entdecken
Ihr Widerstand entstand nicht von einem Tag auf den anderen.
Sophie Scholl war zunächst im Bund Deutscher Mädel aktiv; ihre Abkehr vom Nationalsozialismus wuchs über Jahre. Als Studentin in München arbeitete sie mit anderen an der Verbreitung von Flugblättern der Weißen Rose. Ihr Weg führt durch Studium und Kriegsalltag bis zu Festnahme, Prozess und Ermordung im Februar 1943.
01 / Historische Lebenswelten
Einblicke in eine andere Zeit.
Herrschaft, Alltag, Kultur und Gesellschaft. Entdecken Sie Menschen und Lebenswelten dieser Zeit in bewegten Bildern.
Geschichte in Bewegung
Nicht nur betrachten. In die Zeit eintauchen.
Menschen, Orte und Lebenswelten – so wird eine vergangene Epoche wieder anschaulich.
02 / Geschichte & Hintergründe
Menschen, Macht und Wandel.
Vier Zugänge zu einer Zeit, deren Spuren bis heute zu erkennen sind.
Eine Haltung verändert sich
Zwischen Jugendorganisation und wachsender Distanz zum Regime liegt ein längerer Weg.
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Sophie Scholl wächst nach ihrer Geburt in Forchtenberg unter anderem in Ulm auf. Sie tritt 1934 dem BDM bei und wird Gruppenleiterin. Die Gestapo verhört sie 1937 im Zusammenhang mit verbotenen bündischen Aktivitäten ihres Bruders Hans. Ihre Abkehr vom Nationalsozialismus ist eine Entwicklung über mehrere Jahre, kein feststehender Entschluss ihrer Kindheit.
Alltag im Krieg
Studium, Briefe und materielle Spuren zeigen ein Leben jenseits der konspirativen Arbeit.
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Nach dem Abitur folgen die Ausbildung zur Kindergärtnerin, Reichsarbeitsdienst und Kriegshilfsdienst. Im Mai 1942 beginnt Sophie in München Biologie und Philosophie zu studieren. Briefe, Zeichnungen, Lektüre und Musik gehören ebenso zur Überlieferung wie ein Heft mit einer Reichsfleischkarte und getrockneten Blumen. Diese Spuren geben Einblicke, aber keinen vollständigen Tagesablauf.
Flugblätter und Mitstreiter
Die Weiße Rose ist gemeinsame Arbeit, nicht die Geschichte zweier Menschen allein.
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Hans Scholl und Alexander Schmorell verfassen die ersten vier Flugblätter. Später beteiligt sich Sophie an Beschaffung, Herstellung und Verbreitung des fünften Flugblatts und unternimmt Kurierfahrten. Papier, Matrizen, Umschläge, Briefmarken und Adressen machen Widerstand zu riskanter Organisationsarbeit. Zur Weißen Rose gehören auch Willi Graf, Christoph Probst und Kurt Huber; weitere Menschen helfen bei der Verbreitung. Die erhoffte breite Gegenbewegung bleibt damals aus.
Verfolgung und Erinnerung
Universität, politische Polizei und NS-Justiz bilden die Stationen ihrer Verfolgung.
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Am 18. Februar 1943 werden Sophie und Hans bei der Verteilung des sechsten Flugblatts in der Universität festgehalten. Es folgen Verhöre im Wittelsbacher Palais, der Prozess im Justizpalast und am 22. Februar die Ermordung Sophies, Hans’ und Christoph Probsts in Stadelheim. Die erhaltenen Polizei- und Gerichtsakten müssen im Zusammenhang ihrer Entstehung gelesen werden. Spätere Forschung machte Beiträge weiterer Mitglieder deutlicher sichtbar, die in der öffentlichen Erinnerung lange zurücktraten.
03 / Orientierung
Fünf historische Stationen.
Ein zeitlicher Überblick.
Die Entdeckungsreise geht weiter
Vergangenheit, die Fragen aufwirft.
Wer waren diese Menschen? Was trieb sie an? Und wie veränderten ihre Entscheidungen die Welt?
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